Gestern waren Katrin und Dadas beim energate forum “Industry meets Energy” am Ruhr Tech Kampus in Essen und das Leitthema „Transformation nutzen – Zukunft sichern“ hat sich wirklich durch den Tag gezogen.
Uns hat das Forum vor allem auch einen konsequenten Perspektivwechsel gebracht. Nicht nur Energieversorgung „von der Energiewirtschaft aus“ diskutieren, sondern die Energiewende durch die Brille der Industrie sehen. Was bedeutet das hinter dem Werkstor, in echten Prozessen, mit realen Kosten, Zeitplänen und Investitionsentscheidungen?
Gerade deshalb waren die Praxis-Einblicke so stark: der Blick darauf, wie erneuerbare Energien heute schon in energieintensiven Anwendungen ankommen, z. B. in Glasproduktion und Härterei. Danke für die offenen Einblicke an Jörg Döllekes (Geschäftsführer Härterei Reese Bochum) und Joris Goossens (R&D Project Manager bei Ardagh Glass Packaging Europe). 🏭🌱
Das Highlight war die Keynote und Eröffnung durch Miguel Ángel López Borrego (thyssenkrupp). Ein starker Auftakt, der den Ton gesetzt hat: Es geht nicht um Einzelmaßnahmen, sondern um die Frage, wie wir industrielle Wertschöpfung in Deutschland zukunftsfähig halten.
Und zum Schluss eine Podiumsdiskussion, die den Nerv getroffen hat:
“Wie viel Klimaschutz verträgt Deutschland?”
Kontrovers, ehrlich und teilweise unbequem. 🎤
Auch der Elefant im Raum wurde klar benannt.
Mit den aktuellen Energiekosten ist der Industriestandort Deutschland nicht „safe“. Dazu kommen hohe Netzentgelte und genau diese Kombination macht Investitionen schwer. Denn: Die Industrie will investieren, aber dafür braucht sie Planbarkeit und Stabilität bei den Energiekosten.
Eine Aussage, die hängen bleibt (Ulf Gehrckens, Aurubis): Im Vergleich zu Deutschland gibt es in den USA Strom zu 3 ct/kWh “all in” für Unternehmen. Das ist der Benchmark-Druck, über den alle sprechen, auch wenn’s wehtut.
Unser Fazit: Transformation braucht Tempo, aber sie braucht vor allem Planbarkeit. Sonst wird aus „Zukunft sichern“ schnell „Standort verlieren“. 💸⚡
Danke an energate für die Organisation und die Bühne und danke an alle Vortragenden und Panelgäste für die offenen Impulse, Praxisbeispiele und die klaren Worte. Wir nehmen viel mit. 🧠





